DEEP DIVE No7 - all about numbers
warum ich dir nicht sage, dass du Kalorien zählen sollst
Ich sage das gleich vorweg, und vielleicht überrascht dich das ein bisschen, gerade weil ich sehr datenbasiert arbeite:
Ich bin kein Fan davon, dass du langfristig Kalorien zählst. Nicht, weil Zahlen per se schlecht wären. Sondern weil ich im Coaching und auch bei mir selbst immer wieder sehe, wie sehr uns genau dieser Fokus von dem eigentlichen Ziel entfernt:
einer Ernährung, die deinen Körper wirklich versorgt.
einem Lifestyle, bei dem du lernst, auf deinen Körper zu hören.
Und trotzdem hat Kalorien-Tracking in der heutigen Zeit einen sinnvollen Ansatz.
Auch ich werde – trotz meiner Bedenken gegenüber dem Langzeit-Tracken – für eine kurze Zeit meinen Kalorienbedarf sichtbar machen. Nicht, um mich zu kontrollieren oder einzuschränken, sondern vielmehr, um mir wieder ein Gespür dafür zu holen, wie viel mein Körper im Alltag, im Training und in stressigen Phasen tatsächlich braucht (und ob ich durch die ganzen Einflüsse von außen vielleicht eine komplett falsche Wahrnehmung meiner Hungergefühle entwickelt habe).
Aber: Ich starte ganz bewusst nicht mit Zielkalorien. Ich schreibe erst einmal nur im Nachhinein auf, was ich gegessen habe. Ich möchte meinem Körper wieder zuhören können.
Okay bisher habe ich dir vielleicht noch nicht wirklich etwas Neues sagen können. Sorry :D Aber jetzt kommt mein wichtigster Punkt:
Kalorien sind nicht gleich Kalorien.
Ein Apfel und eine kleine Handvoll Chips können auf dem Papier die gleiche Energiemenge haben. In deinem Körper machen sie aber etwas völlig Unterschiedliches.
Der Apfel liefert dir Ballaststoffe, Vitamin C, sekundäre Pflanzenstoffe, Volumen und Sättigung.
Die Chips liefern dir vor allem schnell verfügbare Energie aber kaum Nährstoffe.
Und genau hier kommen wir zu dem Konzept, das ich dir viel lieber beibringen möchte:
Nährstoffdichte über Kaloriendichte.
Nährstoffdichte beschreibt, wie viele Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und gesunde Fette ein Lebensmittel im Verhältnis zu seiner Kalorienmenge enthält.
Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte sind zum Beispiel:
Gemüse und Obst, Sprossen
Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide
Nüsse und Samen
Eier, Fisch und naturbelassene Milchprodukte
hochwertiges, möglichst unverarbeitetes Fleisch
Lebensmittel mit niedriger Nährstoffdichte sind vor allem stark verarbeitete Produkte, Süßigkeiten, Fertiggerichte und viele „Snackfoods“.
Wenn du an die letzten DEEP DIVEs denkst (Mikronährstoffe, Ballaststoffe, Darmgesundheit) dann wird schnell klar, warum genau diese Qualität für Longevity so entscheidend ist.
Warum Kalorien zählen oft am eigentlichen Problem vorbeigeht
Ja, Kalorien liefern Energie. Und ja, zu viel Energie wird langfristig als Fett gespeichert.
Aber dein Körper funktioniert nicht nur wie ein Handy: Strom übers Ladekabel rein und die Energie wird bei Benutzung Stück für Stück weniger.
Wenn du Energie mit Nährstoffen kombinierst, vervielfacht sich die Wirkung dieser Energie in deinem Körper und deine Zellen können langfristig aufbauen. Dein Körper hat also nicht nur ein Energiesystem, sondern vor allem ein Nährstoffsystem.
Dein Gehirn registriert nicht nur, wie viel du gegessen hast. Es registriert vor allem, ob dein Körper ausreichend versorgt ist.
Wenn du viele Kalorien isst, aber wenig Nährstoffe, passiert etwas an sich biologisch sehr Sinnvolles: Dein Körper sendet weiter Hunger- und Appetitsignale, weil ihm nach wie vor etwas fehlt.
Und auch deshalb führen hochverarbeitete Lebensmittel so häufig zum Überessen.
Light-Produkte - ein Thema, das mir lange schwergefallen ist
Ein Thema, das mir persönlich lange schwergefallen ist.
Low-Fat-Joghurt. Light-Käse. Alles möglichst kalorienarm.
Für jemanden, der abnehmen möchte oder in Form bleiben will, klingt das auf dem Papier erst einmal sinnvoll. In der Praxis habe ich bei mir genau das Gegenteil erlebt.
Fett ist ein ganz zentraler Sättigungsfaktor.
Zum einen verlangsamt es die Magenentleerung, stabilisiert den Blutzucker und sorgt dafür, dass Vitamine wirklich aufgenommen werden.
Zum anderen braucht unser Körper für eine gesunde Zellstruktur und eine stabile Hormonproduktion unbedingt gesunde Fette.
Im Gegensatz dazu führt eine Bowl mit fettarmem Joghurt häufig dazu, dass du deutlich früher wieder Hunger bekommst oder automatisch größere Portionen brauchst.
Unterm Strich essen viele Menschen dadurch nicht weniger, sondern einfach anders verteilt … und oft mit weniger Nährstoffen.
Deshalb habe ich für mich irgendwann eine sehr einfache Entscheidung getroffen:
Ich wähle die natürlichere Version eines Lebensmittels.
Eine Nachricht mit Liebe und Verständnis an alle Frauen
Ein zu starker Kalorienfokus führt oft dazu, dass nährstoffreiche Lebensmittel plötzlich „problematisch“ werden, nur weil sie energiereicher sind.
Nüsse. Samen. Avocado. Olivenöl. Griechischer Joghurt. Lachs
Dabei sind genau das Lebensmittel, die dich hormonell, entzündungsregulierend und metabolisch unterstützen. Das absolut beste EVOO muss ich euch hier unbedingt noch zeigen!!!
PHENOLIO ist ein richtiges Premium-Olivenöl mit einer besonders hohen Konzentration an Polyphenolen. Es enthält über 800 mg Polyphenole pro kg Olivenöl. Zum Vergleich, die meisten Olivenöle weisen zwischen 100 - 300 mg/ kg auf. Und wenn ihr beim CheckOut “kiraflows” verwendet, könnt ihr immer 10% sparen (wirklich eine Herzensanzeige!)
Ernährung für deine Longevity bedeutet nicht, möglichst wenig zu essen. Genauso wie chronisches Überessen deinem Körper nicht guttut.
Longevity entsteht, wenn du gut versorgt bist.
Was nährstoffdichte Lebensmittel konkret für dich bedeuten
Hier ein paar Klassiker, die ich selbst sehr bewusst regelmäßig einbaue:
Grünes Blattgemüse wie Spinat oder Rucola → Vitamin K, Folat, Vitamin A, Eisen
Beeren → Antioxidantien, Vitamin C und Ballaststoffe
Hülsenfrüchte wie Linsen und Edamame → pflanzliches Protein, Eisen und Darmgesundheit
Nüsse und Samen → gesunde Fette, Magnesium und Vitamin E
Das sind genau die Lebensmittel, die dich stärken. Für den Alltag, für dein Training, für Stressphasen, Infekte und mentale Belastung.
Ein kleines Experiment für dich
Wenn du magst, probier diese Woche einmal zwei Dinge aus:
Schau dir an, wie viel Nutella/Chips … ungefähr 100 Kalorien entsprechen.
Und dann schau dir an, wie viele Beeren du für die gleiche Energiemenge essen kannst.
Und beobachte die entscheidenden Fragen: Was hält dich länger satt? Womit fühlst du dich wirklich versorgt?
Oder ein zweites Mini-Experiment:
An einem Tag isst du 200 g fettarmen Joghurt mit Honig, Zimt und ein paar Sonnenblumenkernen. Am nächsten Tag 200 g normalen Joghurt, gleiches Rezept.
Beobachte nur eines: Wann kommt dein nächster Hunger?
Und hier ist mein persönlicher Blick auf das Thema Kalorien
Kalorien können ein Werkzeug sein. Gerade für Menschen, die lange zu viel gegessen haben … genauso wie für die, die lange zu wenig gegessen haben.
Nach längerer Zeit übergehen wir oft die echten Körpersignale: Wir essen aus Gewohnheit oder wir verlernen, Hunger überhaupt noch wahrzunehmen.
Aber ich finde, Kalorien sollten nicht für immer der Fokus sein. Sie sind kein Ernährungskonzept.
Langfristig möchte ich und genau das wünsche ich mir auch für dich, nicht rechnen müssen, um gut für mich zu sorgen.
Ich möchte spüren können, wann ich Energie brauche und wann ich satt bin.
Und genau hier liegt wieder einmal der Unterschied zwischen einem Plan und einer Strategie. Ein Plan sagt dir, wie viel du essen darfst. Eine Strategie hilft dir zu verstehen, was dein Körper wirklich braucht.
Und darauf baut für mich echte Longevity auf.




